Heya Leichensackfreunde..
wir hatten ja im März das Vergnügen von den Brutalometallern von Braincasket ins beschauliche Skoffel-Cafe in Heerenveen eingeladen zu werden um da ein bischen zu rocken. Hier nun zur offiziellen Entjungferung unseres Blogs ein kleiner Bericht…

Guy, Roman, Tobzen
Zunächst mal war am Samstag morgen gemüüütliches Frühstücken bei Guy zuhause angesagt. Guy hatte “Sturmfrei” und so brauchte er nicht mal um Genehmigung bitten
. Nachdem wir uns die extrem luxuriösen Speisen in die Figur getan haben, haben wir uns dann zu unserem Equipment in Tobis völlig überladenen Wagen gestopft. Ich (Andre) hatte zwar das Glück, vorne zu sitzen, andererseits aber auch das Pech, mir den Beifahrersitz mit Guys Bass teilen zu müssen.. Hmpf.. naja einzige Möglichkeit waren: Viele Pausen und noch mehr Bier.



Tobzen und Roman und 2 Faxe
Nach vielen dieser Pausen, einem fragwürdigen Faxedosenfussballspiel und einigen Rauschnickerchen sind wir dann endlich in Heerenveen eingetrudelt. Wir waren da mit dem Dennis von Braincasket verabredet. Da wir ein bischen zu früh da waren, haben wir uns die Zeit in Dennis Wohnzimmer totgeschlagen. Ein echt verrückter und netter Kerl. Am Nachmittag gings dann zu Jeroen (auch Braincasket) wo wir mit der ganzen Baggage, Kind und Kegel – locker 10 Leute – superleckere Spaghetti Bolo bekommen haben. Nach dem Essen hat Tobzen dann eiligst versucht seinen Faxerausch auszuschlafen (Zitat: “Mann bin ich voll, gut dass wir noch 3 Stunden Zeit haben”)
. Roman hat zu dem Zeitpunkt auch schon ein wenig geschielt, aber alles in Allem war es ein Hammeressen mit supernetten Leuten.

Das Skoffel
Danach gings dann ins Cafe Skoffel, genannt: Skoffeltje. “tje” ist eine holländische Verniedlichungsform und genau so wars dann auch. Wer das Domizil in Giessen kennt, weiss wovon ich spreche. Ein winziger Laden in dem einfach in einer Ecke Platz geschaffen wurde, damit da die Bands spielen können. Natürlich ist wieder gar nix nach Plan gelaufen (jo ich weiss, ich bin da zu unentspannt…), dazu aber später mehr. Nachdem dann alles aufgebaut war und vom verrückten Braincasket-Soundmann für gut befunden wurde (hiess der nicht auch Johan??), konnte es dann endlich – im halbleeren Laden losgehen.

Dennis von Braincasket.
Eröffnet haben Stoma, Dennis`s Zweitband, die einen superlustigen, rattenschnellen Grindcore mit 2 Sängern hingelegt haben. Eine supergeile Show, viel Spass und Bier und sehr entspannte und nette Leute. Ich stand direkt neben der Bühne (man sollte es hier eher Bandstellplatz nennen) an der Tür und plötzlich – wie aus dem Nichts – sind immer mehr Leute reingeströmt, so dass innerhalb kürzester Zeitdas Skoffel völlig überfüllt war. Das war natürlich super für die Stimmung, und genau so gings dann auch ab. Ein voller Laden, geiler Grindcore und viel Bier – ein Traum….. Ich kann nur sehr empfehlen, da mal reinzuhören.
Danach waren wir an der Reihe und ich muss gestehen, dass ich nach dem Stoma-Drumgewitter doch ein bischen verunsichert war.. Aber was solls. Rücken gerade, den Stoma Drummer um die dritte versprochene Tom gebeten, die er mir auch sofort gibt und….. Hm kein Tomständer bzw -halter am Start… Tom in die Ecke gestellt und mich kurz gefragt, wie ich Cosmic Circle mit 2 Toms spielen soll.. Egal. Sowas passiert ja immer mal wieder und irgendwann lernt man, damit zu leben. Also den ganzen Rest zusammengetrümmert und los gehts!! Da kein Drumteppich da war – das ist immer Mist. es sei denn, man spielt in einem Wohnzimmer – hab ich das linke Pedal meiner Doppelfussmaschine auf dem Boden mit Panzertape festgebackt. Die ersten 3-4 Songs war noch alles OK, aber dann fing das Teil an zu wandern.. Also: Zwischen den Songs immer die FuMa wieder zurückschieben und möglichst senkrecht drauftreten.. Was für ein Mist sag ich Euch. Irgendwann hat sich die Fussmaschine noch in die Hihat verhakt und die direkt mitgerissen und plötzlich hatte ich links weder was zum treten noch zum schlagen. Naja Augen zu und durch. Der Gig war extrem cool und die Stimmung fett. Cosmic Circle ging übrigens auch ohne dritte Tom einigermassen OK.
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Braincasket
Nachdem wir dann fertig gerockt haben, haben Braincasket sich auf dem Bandabstellplatz häuslich eingerichtet. Und dann haben sie losgerockt. Ich kann nur sagen: Hut ab.. So ein Gerumpel hab ich selten gesehen. Supertechnischer Highspeed-Deathmetal bei dem ich mich was das Tempo angeht öfter an Vital Remains erinnert gefühlt habe. Blastbeates galore und ein Gitarrenstaggadddo (ne Milli) vom allerfeinsten. Dass Dennis in seinem Rausch überhaupt noch spielen konnte, grenzt an ein Wunder, aber so ein Ding abzuliefern spricht für schwere Routine. Ein supersauberer Gig, technisch vom feinsten und die Jungs sind so sympathisch, dass man da einfach mitfeiern muss.
Vor deren Konzert meinte ich noch zu Jeroen: “Hey pass auf, die Fussmaschine rutscht wie’dsau”.. Jeroen: “Kein Thema – ich hab nen Longboard, da ist viel Platz für Klebeband”… Das Ergebnis war ein miesgelaunter Jeroen, der sich am meisten über sich selber geärgert hat, weil er nur ne halbe Rolle Panzertape verbraucht hat. Aber auch der macht das lange genug und hat den Grossteil seiner Doublebass-Part kurzerhand mit einem Fuss gespielt…
Danach haben wir alle gemeinsam noch einige Hopfenkaltschalen vernichtet und viel über Musik geschwafelt. Es muss so gegen 3 gewesen sein, als ich von der Bar weggezogen wurde: “Andre, wir wollen los”. Das war Dennis, unser Gastgeber und Schlafplatzbetreiber, und den lässt an ungerne warten. Also Bier reingestürzt und dann alle Mann eingeladen und zu Dennis gefahren um zu schlafen.
Am nächsten morgen haben wir noch schön gefrühstückt und dann gings leider auch schon wieder zurück Richtung Giessen. Die Rückfahrt war stimmungsmässig etwas verkatert, aber die Zeit ging trotzdem gut rum. Wir hatten ja auch ein super Wochenende und da unser Gastgeschänk (das kommt von Ausschank und ist durchaus richtig geschrieben) ja nun nicht mehr da war, hatte ich vorne auch ein bischen mehr Platz.
Danke Stoma und Braincasket und speziell Dennis für Eure Gastfreundschaft. Ein echt nettes Volk. Wenn alles klappt werden wir uns bei den Braincaskets revengieren und am ersten Oktoberwochenende mit denen rocken. Datum und Ort folgen.
Metallisch Grüße
Andre